26.09.2023 00:00
Gelsenkirchen und Essen
Aus dem Dekanat

Exkursion der Dekanatspastoralkonferenz und Caritaskonferenz

Unter dem Motto „Aktuelle Soziale Herausforderungen und vergangener industrieller Glanz im Pott“ machten sich die Dekanatspastoralkonferenz und Caritaskonferenz auf zur Exkursion nach Gelsenkirchen und Essen.

Dort wurden zwei Sozialpastorale Projekte des Bistums Essen und die Villa Hügel besichtigt. Im Mittelpunkt stand dabei die Fragestellung aus dem Zielbild 2030+ „Was heißt missionarische und diakonische Ausrichtung der Pastoral?“.

In Gelsenkirchen angekommen, teilte sich die Gruppe. Die eine Hälfte besuchte den Stadtteilladen in Gelsenkirchen-Bismarck, die andere Hälfte fuhr mit dem Bus weiter nach Gelsenkirchen-Hassel und besichtigte dort das Projekt 7Werke.

Der Stadtteilladen

Pastoralreferent Arthur Knickmann-Kursch führte die Gruppe durch den Gelsenkirchener Stadtteil Bismarck und verschaffte ein Gefühl für die Gegebenheiten und Probleme im Stadtteil. Die Gruppe besuchte den Stadtteilladen, ein kleines Ladenlokal mitten auf der Bismarckstraße in dem „Seelsorge und konkrete Unterstützung in schwierigen Lebenssituationen ineinandergreifen“.

Anschließend erläuterte Herr Knickmann-Kursch in der Erweiterung des Stadtteilladens Hintergründe, Ziele und Angebote des Stadtteilladens. So gibt es Kreativgruppen und Selbsthilfegruppen bei Ängsten oder Depressionen. Empfänger*innen von Sozialleistungen bekommen im Stadtteilladen Unterstützung zu Antragsstellung, es gibt eine Hausaufgabenbetreuung und verschiedene Angebote zu den christlichen Festen im Jahr.

Der Stadtteilladen Bismarck in Gelsenkirchen wurde vor fünf Jahren als Teilprojekt des Zukunftsbildprojektes Sozialpastorales Zentrum im Bistum Essen eröffnet. Unter dem Motto „In den Dienst des Stadtteils stellen“ wird gemeinsam daran gearbeitet den Stadtteil „lebenswerter zu gestalten und das friedliche Zusammenleben zu fördern“.

Die 7 Werke

Pastoralassistentin Laura Meemann hieß die 2. Gruppe an der Kirche St. Urbanus in Gelsenkirchen-Hassel willkommen. Hier führte sie die Teilnehmenden zunächst mit einer kurzen Präsentation in die Entstehungsgeschichte und Idee des Projekts „7 Werke ein“. Es handelt sich dabei um den Standort für das Sozial-Caritative Zentrum der Pfarrei in einer extra dafür umgebauten Kirche. Der Name erinnert bewusst an die lange Tradition der christlichen Werke der Barmherzigkeit, spiegelt aber auch gleichzeitig die 7 Gemeinden wider, aus der dieses Zentrum hervorging.

Erhalten worden ist der Kirchraum, in dem auch Gottesdienste gefeiert werden. Im Eingangsbereich der Kirche sind verschiedene Räume, unter anderem für eine Kleiderkammer und Sprachkurse entstanden. Darüber hinaus entstehen auch um die Kirche Projekte, wie ein „Pocket Garden“ und es werden „Tiny Houses“ errichtet, um wohnungslosen Menschen ein vorübergehendes Zuhause zu bieten. Weitere Projekte sind in Planung, orientierten sich aber immer auch am konkreten Bedarf der Menschen, die das Zentrum besuchen bzw. in der Nachbarschaft wohnen.

Nach einem erlebnisreichen Vormittag trafen sich die beiden Gruppen zum gemeinsamen Mittagessen. Im Anschluss konnten die Teilnehmenden sich über die beiden Projekte austauschen und überlegen welche Denkanstöße sie für ihre Arbeit vor Ort in den Pastoralen Räumen mitnehmen und welche Aspekte von Seiten des Dekanats weiterverfolgt werden sollen.

 

Am Nachmittag stand die Besichtigung der Villa Hügel in Essen auf dem Programm. Hier war von 1873 bis 1945 der Wohnsitz der Unternehmerfamilie Krupp. Die Villa Hügel ist auch ein Symbol des Zeitalters der Industrialisierung Deutschlands. Im Haupthaus erlebt man diesen Glanz und kann nachempfinden wie hier gelebt wurde. Im kleinen Haus erfährt man in einer Dauerausstellung mehr über die Familie und das Unternehmen Krupp und kann Exponate aus verschiedenen Zeiten besichtigen. Im weitläufigen Hügelpark rund um die Villa konnte die Sonne mit Blick auf den Baldeneysee genossen werden.

Nach einem abschließenden Abendessen am Ufer des Baldeneysees fuhr der Bus zurück ins Dekanat Lippstadt-Rüthen.

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