02.07.2026
Holland
Aus dem Dekanat

Einfach mal weg

Fünf Tage unter Segeln, Gemeinschaft und neue Perspektiven

Segel setzen, den Wind spüren und gemeinsam unterwegs sein – unter diesem Motto machten sich 16 Jugendliche aus dem Dekanat Lippstadt-Rüthen auf den Weg zu einem besonderen Abenteuer auf dem IJsselmeer.

Fünf Tage lang hieß es: Leinen los, den Alltag hinter sich lassen und als Crew zusammenwachsen.

Bereits am Mittwoch stand nach der gemeinsamen Anreise das Kennenlernen im Mittelpunkt. Die Jugendlichen bezogen ihre Kojen, erkundeten das Schiff und lernten ihre Mitreisenden kennen. Schnell wurde deutlich: Jede und jeder bringt eigene Stärken, Erfahrungen und Erwartungen mit. Beim ersten gemeinsamen Impuls und einem musikalischen Einstieg ging es darum, sich so zeigen zu dürfen, wie man ist – eine wichtige Grundlage für das Zusammenleben auf engem Raum.

Am Donnerstag wurde es ernst: Nach einer Einweisung durch die Crew hieß es „Leinen los“. Viele Jugendliche standen zum ersten Mal am Steuer oder halfen beim Setzen der Segel. Schnell wurde deutlich, dass Segeln nur gemeinsam funktioniert. Jeder Handgriff zählt und jede Aufgabe ist wichtig. Teamgeist, Vertrauen und gegenseitige Unterstützung waren gefragt – Werte, die die Gruppe während der gesamten Fahrt begleiteten.

Der Freitag stand ganz im Zeichen des Unterwegsseins. Wind und Wetter bestimmten den Tagesablauf und machten deutlich, dass sich nicht alles planen lässt. Mal ging es zügig voran, mal musste die Route angepasst werden. Gerade diese Erfahrungen führten zu vielen Gesprächen über das Leben: Wie gehen wir mit Veränderungen um? Was hilft uns, wenn nicht alles nach Plan läuft? Das Segelschiff wurde dabei zu einem Symbol dafür, dass man Herausforderungen gemeinsam besser meistern kann.

Am Samstag war die Gruppe nicht nur erneut an einem neuen Hafen angekommen, sondern auch als Gemeinschaft. Aus zunächst fremden Jugendlichen war innerhalb weniger Tage eine Crew geworden. Gemeinsame Mahlzeiten, das Leben an Bord, lange Gespräche an Deck und das Erleben von Wind, Wasser und Natur schufen Erinnerungen, die weit über die Segelfahrt hinausreichen werden. Beim abendlichen Rückblick wurde deutlich, wie viel jede und jeder in diesen Tagen über sich selbst und über Gemeinschaft gelernt hatte.

Am Sonntag trat die Gruppe schließlich die Heimreise an. Im Gepäck befanden sich nicht nur Kleidung und Erinnerungsfotos, sondern viele besondere Erlebnisse: Sonnenuntergänge auf dem Wasser, das Gefühl, gemeinsam ein Schiff zu steuern, neue Freundschaften und das Vertrauen, Herausforderungen gemeinsam bewältigen zu können.

Der Segeltörn zeigte einmal mehr, dass kirchliche Jugendarbeit weit mehr ist als ein Freizeitangebot. Sie schafft Räume, in denen junge Menschen Gemeinschaft erleben, Verantwortung übernehmen, sich ausprobieren und über die großen Fragen des Lebens ins Gespräch kommen können. Genau diese Mischung aus Abenteuer, Gemeinschaft und persönlichen Erfahrungen machte die Fahrt für alle Beteiligten zu einem unvergesslichen Erlebnis.

Ein herzlicher Dank gilt allen ehrenamtlichen Begleiterinnen und Begleitern, der Schiffscrew sowie allen, die diesen Segeltörn möglich gemacht haben. Die Vorfreude auf die nächste gemeinsame Fahrt ist bereits jetzt groß.

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