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Abend zum „Warburger-Modell“

Informationen zur Wort-Gottes-Feier mit Kommunionspendung

Rund 30 interessierte Wort-Gottes-Feier-Leiter und Pfarrgemeinderatsmitglieder kamen am 15. Februar in Pfarrheim St. Bonifatius zusammen, um sich aus „erster Hand“ zu dieser neuen Gottesdienst Form zu informieren. Zum ersten Advent vergangen Jahres hatte Erzbischof Becker eine neue Ordnung für Wort-Gottes-Feiern in Kraft gesetzt, nach der es möglich ist, in einzelnen Gemeinden auch sonntags Wortgottesdienste mit Kommunionspendung zu feiern.

Wo dies geschehe, solle man sich am Modell orientieren, das der Pastoralverbund Warburg in den vergangen Jahren entwickelt und erprobt habe. Um dieses Modell vorzustellen hatte Dekanatsreferentin Silke Gehrken ein Team aus Warburg eingeladen: Gemeindereferentin Veronika Groß, die den gesamten Prozess von der Konzeption und Ausbildung der Ehrenamtlichen bis zum Beginn der Feiern begleitet hat und die beiden ehrenamtlichen Wort Gottes-Feier-Leiter Frau Dr. Berendes und Herrn Eickmeier.

Zunächst gab Veronika Groß eine kurze Einführung in die Hintergründe des Projektes; Kernfrage sei gewesen, wie auch in Zukunft das eucharistische Leben in den dörflichen Gemeinden erhalten und gefördert werden könne, bei nur sehr wenigen Priestern im Pastoralen Raum.

Die Lösung: aus einer zentralen Eucharistiefeier wird die Kommunion in mehrere Wort-Gottes-Feiern, die gleichzeitig in den Dörfern stattfinden gebracht. So drücke sich eucharistische Verbundenheit im Pastoralverbund aus, alle verbunden durch einen Altar von dem die Kommunion ausgehe.

Sehr lebendig berichteten anschließend Frau Dr. Berendes und Herr Eickmeier von ihren Erfahrungen in der Ausbildung und bei den Gottesdiensten in den Dorfgemeinden. Besonders intensiv erlebt wird durch die Gestaltung (durch Gebet, Stille, Musik) die Zeit des Wartens bis der Kommunionhelfer aus dem Zentralgottesdienst mit der Kommunion eintrifft. Beide betonten, wie sehr die Ausbildung und die neue Gottesdienstform sie persönlich spirituell bereichert habe.

In den Dorfgemeinden die dieses Angebot angenommen hätten, gebe es ein verstärktes Wir-Gefühl, Beziehungen der Gemeinden untereinander seien gewachsen. Es sei auch gut, durch diese Gottesdienstform „Wachsen“ und „Neuaufbruch“ zu erleben und nicht nur das Streichen von Messen.

Nach diesem anregenden und informativen Vortrag hatten die Teilnehmer aus den Gemeinden des Dekanates Lippstadt-Rüthen die Gelegenheit Fragen zu stellen und erste Einschätzungen zu äußern. Das Thema wird sicher in Zukunft in den Gemeinden weiter besprochen werden.


Genaue Informationen zum Thema finden Sie auf der Bistumsseite zum Zukunftsbild unter „Dossiers“.