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Weihbischof Dominicus Meier auf Visitationsreise im Pastoralen Raum Warstein

VON THORSTEN HEINKE

Warstein/Belecke – Dominicus Meier ist ein vielbeschäftigter Mann in diesen Tagen und Wochen: Denn der Weihbischof aus Paderborn befindet sich seit Dezember auf einer sogenannten Firm- und Visitationsreise, die nur alle vier Jahre stattfindet, im Dekant Lippstadt-Rüthen. Der 60-Jährige ist somit auch im Pastoralen Raum Warstein unterwegs.

Christian Clewing Redaktion Warsteiner Anzeiger„Begegnungen mit Menschen“: Für Weihbischof Meier ist dies einer der Hauptansatzpunkte seiner mehrwöchigen Dienstreise. So traf sich der Weihbischof beispielsweise am vergangenen Freitag mit dem Pastoralverbundsrat und dem Finanzausschuss des Pastoralen Raumes Warstein im Pfarrheim in Mülheim. Zuvor hatte er Bürgermeister Dr.Thomas Schöne besucht und war darüber hinaus noch Gast in der Caritas-Sozialstation. „Viele Individuen habe ich dabei kennengelernt“, berichtet Dominicus Meier von spannenden, abwechslungsreichen Begegnungen in der Kernstadt und näheren Umgebung. „Es war wichtig, sich ein Bild von alledem zu machen.“ Weitere Termine folgten am Tag darauf, als er sich mit Vertretern der kirchlichen Jugendgruppen- und verbände (Pfadfinder, Messdiener und JungeKirche) an einen Tisch setzte. Dieses Treffen endete schließlich mit einem gemeinsamen Gottesdienst, der von der JungenKirche Belecke mitgestaltet wurde. Auch Besuche in KiTas, Schulen, Industriebetrieben, der Werkstat für Behinderte und öffentlichen Einrichtungen hat Weihbischof Meier schon wahrgenommen oder wird dies in den nächsten Tagen und Wochen noch tun. Auch hier wird er Menschen verschiedenen Alters, Geschlechtes und Glaubens begegnen.

Christian Clewing Redaktion Warsteiner AnzeigerSo wie gestern an der Sekundarschule in Belecke. Die Fünft- bis Zehntklässler hatten sich vorab intensiv mit dem Besuch des Paderborner Weihbischofes beschäftigt, löcherten ihn, als er schließlich vor ihnen saß, mit Fragen. „Verdienen Sie aus Ihrer Sicht eigentlich genug Geld?“, wollte einer der Schüler wissen. Dominicus Meier antwortete trocken:

„Wahrscheinlich nicht so viel wie ein Schulleiter oder irgendwer anders in verantwortlicher Position, aber ich bin zufrieden.“ Meier lächelte.

Eine weitere Frage, die den Schülerinnen und Schülern offensichtlich unter den Nägeln brannte: „Werden Sie in der Öffentlichkeit eigentlich erkannt?“ Auch hier war Meier um eine pfiffige Antwort nicht verlegen:

„Ja, aber ob das Interesse dabei immer auf meine Person allgemein gezielt ist, lasse ich mal dahingestellt.“ Aber auch mit kritischen Themen, wie Missbrauchsfälle, musste sich die römisch-katholische Kirche in jüngster Vergangenheit auseinandersetzen.

Weihbischof Meier: „Da werden einem manch mal auch unschöne Dinge an den Kopf geknallt, obwohl man direkt ja davon eigentlich gar nicht betroffen ist. Aber auch dies gehört zum Alltag dazu.“ Marcus Schiffer, Sekundarschuldirektor in Belecke, lobte die Schülerinnen und Schüler nach dem Besuch des Weihbischofes für ihr gezeigtes Interesse am Thema „Kirche und Glaube“: „Ihr habt wenig Scheu gezeigt.“ Schiffer weiter: „Auch uns als Schule ist es wichtig, den direkten Kontakt zur Kirche, in diesem Fall zu Weihbischof Meier, zu suchen.“ Viele Themen lagen auch auf dem Tisch, als Dominicus Meier – begleitet von Pfarrer Markus Gudermann, Dechant Thomas Wulf, Verwaltungsleiter André Wessel sowie Dekanatsreferentin Silke Gehrken – Bürgermeister Dr.

Thomas Schöne „über die Schultern schaute“, somit einen Einblick in die vielfältigen Aufgaben des Stadtoberhauptes bekam. „Das war ein netter und vor allem sehr reger Austausch“, so Meier.

Von der Stadtentwicklung über die Flüchtlingsintegration bis hin zur Zusammenarbeit von Stadt und Kirche wurden zahlreiche Themen in entspannter Atmosphäre beleuchtet. Bürgermeister Dr. Schöne betont: „Der große Vorteil bei uns ist, dass sich der Bereich der Stadt Warstein genau mit dem Bereich des Pastoralen Raums Warstein deckt. So können wir die wechselseitigen Herausforderungen immer mit Blick auf das gemeinsame Ganze angehen.“ Und Pfarrer Gudermann ergänzt: „Die gute, effektive und harmonische Zusammenarbeit zwischen Stadt und Kirche wird schon allein durch die räumliche Nähe von Rathaus und Kirchengebäude Christian Clewing Redaktion Warsteiner Anzeiger deutlich.“