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Weihbischof Berenbrinker überreicht Lektionare an Vertreter aus den 19 Dekanaten des Erzbistums Paderborn

Neue Messlektionare: Neu auf Gottes Wort hören

lektionar-3: Groß ist die Freude bei den Lektoren, die die 19 Dekanate des Erzbistums Paderborn vertreten, das neue Messlektionar in den Händen zu halten. Weihbischof Hubert Berenbrinker hat es ihnen überreicht. Generalvikar Alfons Hardt hatte entschieden, dass das Erzbistum die Kosten für diese Exemplare in allen Gemeinden übernimmt. Foto: pdp / Thomas ThroenlePaderborn (pdp). „Das Wort Gottes will nicht allein verstanden werden, es will uns anrühren und berühren. Es ist für uns Hilfe zum Leben, schenkt uns Orientierung und Halt, Trost und Leben. Das Wort Gottes ist für uns ein Licht in unserem Leben.“ Das sagte Weihbischof Hubert Berenbrinker im Pontifikalamt am Christkönigsonntag im Hohen Dom zu Paderborn, in dem er Vertretern aus den 19 Dekanaten des Erzbistums Paderborn jeweils ein neues Messlektionar feierlich überreichte.

Für das Dekanat Lippstadt-Rüthen nahm Frau Heike Lippert, Wort-Gottes-Feier-Leiterin aus dem Pastoralverbund Esbeck-Hörste-Bökenförde, das neue Lektionar stellvertretend  für alle Gemeinden entgegen.

Die Bibel sei nicht irgendeine Schrift und irgendein Buch, vielmehr offenbare sich Gott in ihr, führte Weihbischof Berenbrinker in seiner Predigt aus. Und weil durch die Bibel Gott zu den Menschen spreche, sei es gut und richtig, im Gottesdienst eine Lesung aus der Heiligen Schrift mit den Worten „Wort des lebendigen Gottes“ abzuschließen. Damit werde allerdings nicht ausgedrückt, dass jedes einzelne Wort der Bibel von Gott komme, vielmehr dass die Bibel insgesamt das Wort des lebendigen Gottes an die Menschen enthalte, erläuterte Weihbischof Berenbrinker.

Im Hinblick auf die neuen Messlektionare erklärte Weihbischof Berenbrinker, dass in ihnen die revidierte Einheitsübersetzung wiedergegeben werde. Diese neue Übersetzung der biblischen Texte berücksichtige neue Erkenntnisse der Bibelforschung, sei enger am hebräischen und griechischen Urtext der Bibel und korrigiere zudem einige Fehler. Weihbischof Berenbrinker hob in seiner Predigt als große und wertvolle Neuerung hervor, dass in der neuen Einheitsübersetzung der Name Gottes mit „HERR“ wiedergegeben werde: „Den Namen Gottes nicht mehr auszusprechen, ist mehr als ein ökumenisches oder religionsverbindendes Zeichen. Es ist vor allem ein Zeichen der Ehrfurcht vor dem Gott, der Himmel und Erde erschaffen hat, ein Zeichen der Ehrfurcht vor dem Gott, der immer größer ist als unsere Vorstellung und über den wir niemals verfügen können.“

Im Hinblick auf das „Wort Gottes“, die revidierte Einheitsübersetzung und damit auf die neuen Messlektionare sagte Weihbischof Berenbrinker: „Wir selber sollten immer ganz Ohr sein, wenn Gott in und durch die Bibel zu uns spricht. Wir sollten uns immer auch fragen, was will Gott mir heute ganz persönlich sagen. Eine solche Grundeinstellung wird für unser Leben, für unseren Alltag sehr fruchtbar sein.“ Zu den Lektorinnen und Lektoren, die die biblischen Texte im Gottesdienst vortragen, sagte Weihbischof Berenbrinker, es sei bedeutsam, sich auf den verantwortungsvollen Dienst gut vorzubereiten, denn nur was selbst verstanden werde, könne auch an andere weitergegeben werden. „Wichtig ist mir zudem, dass sich die Lektoren ebenso wie die Diakone und Priester vom Wort Gottes ansprechen und berühren lasen, denn nur das, was einen selbst berührt und betrifft, das kann er so weiter geben, dass es auch andere berührt.“ Im Namen von Erzbischof Hans-Josef Becker dankte Weihbischof Berenbrinker den vielen tausend Lektorinnen und Lektoren in den Kirchengemeinden des Erzbistums Paderborn für ihren treuen Dienst.

Zu Beginn des Gottesdienstes wurde das neue Lektionar durch den Mittelgang des Hohen Domes und damit durch die zum Gottesdienst versammelten Gläubigen getragen und dann feierlich im Altarraum aufgestellt. Am Anfang des Wortgottesdienstes sagte Weihbischof Berenbrinker: „An allen Sonn- und Festtagen werden nun die Schriftlesungen in der Fassung der überarbeiteten Bibelübersetzung zu hören sein. Sie werden verkündet aus einem neuen Lektionar. Mögen uns die künstlerische Gestaltung des Buches und manche neuen Formulierungen der Übersetzung dazu anregen, neu auf Gottes Wort zu hören und daraus Kraft für unser Leben zu schöpfen. Jesus Christus ist das lebendige Wort Gottes. Im Wort der Heiligen Schrift tritt er in unsere Mitte.“

Nach der Predigt versammelten sich die Vertreter der 19 Dekanate des Erzbistums Paderborn im Altarraum des Hohen Domes. Dort überreichte Weihbischof Berenbrinker jedem Lektor ein Lektionar mit den Worten „Empfange und verkünde das Wort Gottes!“. Dann betete Weihbischof Berenbrinker: „Herr, unser Gott, du offenbarst dich uns immer wieder neu. In der Heiligen Schrift überlieferst du uns deine wunderbaren Taten, die du einst auf vielfältige Weise gewirkt hast. Du schenkst uns dein heiliges Wort im Menschenwort auch heute, damit es uns Kraft gibt und zu neuem Leben führt. Wir bitten dich: Segne alle, die dein Wort hören und es in ihrem Leben bezeugen. Segne alle Priester und Diakone, alle Frauen und Männer im pastoralen Dienst, alle, die zum Lektorendienst und zur Leitung der Wort-Gottes-Feiern beauftragt sind, damit sie dein Wort allen Menschen treu und zuverlässig verkünden.“

Der feierliche Gottesdienst wurde von der Mädchenkantorei am Paderborner Dom unter der Leitung von Domkantorin Gabriele Sichler-Karle und Domorganist Tobias Aehlig an der Orgel musikalisch gestaltet.